Über uns
Ende 1986 reiften die ersten Gedanken für einen gemeinnützigen Verein, der zur Aufgabe haben sollte, HIV-Infizierten und AIDS-Kranken Hilfe zu geben und Liebe zu schenken.
Es war die Zeit, in welcher die Immunschwächekrankheit in die Schlagzeilen geriet, was für die Betroffenen meist eine gesellschaftliche Isolierung bedeutete.
Ein Fernsehbericht veranlassten Pfarrer Daniel G. Conklin und Albert de Albuquerque zu diesem engagierten Handeln.
Die Sendung befasste sich mit einem HIV-infizierten Jungen, der nach Bekanntwerden seiner Infektion gezwungen wurde, seine Schule zu verlassen. Schulleitung und Elternschaft fürchteten eine mögliche Ansteckungsgefahr. In diesem Zusammenhang wurde auch ein hoher Würdenträger der Kirche zitiert, der verlautbarte, dass AIDS eine Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten der Menschen sei.
Dieser Bericht spiegelte das damalige Denken und Fühlen der Gesellschaft gegenüber HIV-infizierten und AIDS-kranken Menschen wieder. Auch innerhalb der Kirchen gab es unterschiedliche Auffassungen und vielfach wurden Betroffene als neue "Aussätzige" gewertet.
Gegensätzliche Stimmen gab es zu dieser Zeit kaum. Die 1997 verstorbene Mutter Teresa nannte die neue Krankheit den "Kuß Gottes" und leitete daraus die Pflicht zur Barmherzigkeit und Nächstenliebe ab.
Eben diese Barmherzigkeit, welche dem armen Lazarus von einem reichen Mann verwehrt wurde (Lukas-Evangelium 16, 19-31) und die bis heute so viele betroffene Menschen nicht erhalten, waren der Ansporn für Pfarrer Conklin und seiner Mitstreiter, die Lazaruslegion -Christenbeistand für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke e. V. zu gründen.
Am 28. März 1987 wurde der Verein in das Register eingetragen.